"Der alte Pfad"
von Vicky Gabriel
Wege zur Natur in uns selbst

Viele verstehen sich heute nicht mehr als Teil der Natur. Die Folgen sind Selbstentfremdung, körperliche wie psychische Erkrankungen sowie Entwurzelung. Jedem ist das klar, doch wo sind Alternativen? Die Autorin plaudert aus ihrer Familientradition und beantwortet viele Fragen.(Klappentext)

Hier ein Auszug:

„Selbstfindung“ – ein gerne und oft ge- wie auch missbrauchtes Schlagwort unserer Tage. Anscheinend dreht sich heute alles darum, „zu sich selbst zurückzufinden“, „sich selbst zu leben“ oder gar „zu werden, was man ist“. Mal abgesehen davon, mit welch erstaunlicher Mühe hier das Offensichtliche betont wird – ich bin hier, wo denn schließlich sonst“ – scheinen uns auch Jahre des Psycho- und Esoteriktrends in dieser Richtung keinen wesentlichen Schritt weiter gebracht zu haben. Dabei sind die Angebote enorm: Wenn Sie einen Blick in die einschlägigen Zeitschriften werfen, werden Sie unzählige Buch-, Seminar- und Vortragsangebote finden, die alle versprechen, Ihnen zeigen zu können, wie Ihr wahres Selbst denn nun aussieht…..

....Veränderungen im eigenen Leben müssen nämlich dann in die Wege geleitet werden, wenn es einem schlecht geht. Viele Menschen machen den Fehler abzuwarten, bis dafür „bessere Bedingungen herrschen“ – bis die Gehaltserhöhung durch ist, die Kinder aus dem Haus sind oder der nächste Kredit abbezahlt ist. Sie glauben, dann wären Zeit und Geld für Veränderungen in ihrem Leben da. Interessanterweise tritt dieser Zeitpunkt jedoch nie ein; wenn der Kredit abbezahlt ist, hat der Wagen plötzlich einen Motorschaden oder es stellt sich heraus, dass Sie Ihren Keller drainieren müssen, wenn sie in diesem Haus nicht bald den Freischwimmer machen wollen. Es kommt immer etwas nach, glauben Sie mir……..

Kein Buch für Eingeweihte, Traditionalisten und esoterische Besserwisser. Aber ein ausgezeichnetes Hand-, Rat- und Einsteigerbuch für alle jene Frauen und Männer, die ihr Leben wieder den Rhythmen der Natur annähern wollen und dabei viele Fragen haben. (Klappentext)

Vicky Gabriel’s bildhafte und lockere Sprache macht dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen.und bringt darüber hinaus neue Erkenntnisse über unser Leben und die Natur. Man lernt wieder, die Dinge mit anderen Augen zu betrachten. Ich nehme es immer wieder zur Hand und „lese darin herum“.

Meine Wertung: sehr empfehlenswert für alle, die zurück zur Natur wollen.

 

"Der Schamane"
von Noah Gordon
Roman

Rob J. Cole, der Nachfahre des legendären Medicus, muss auf eine vielversprechende Laufbahn in Schottland verzichten und versucht, in der Neuen Welt als Schafzüchter und Arzt sein Glück zu finden. Die Begegnung mit den Indianern verändert sein Leben.
Er lernt, die heilenden Kräfte der Natur einzusetzen, und findet in einer Medizinfrau vom Stamm der Sauks eine Freundin und Helferin. Doch bald müssen Rob J. Cole und die Seinen auch die Schattenseiten des jungen Amerikas kennenlernen: Indianerhass, Sklavenwirtschaft und Bürgerkrieg.

Das Buch beschreibt nicht nur die wunderbaren Taten eines Mannes mit besonderen Kräften und Menschen mit Idealen und Charakter, man liest auch viel über die üblen Seiten eines Krieges, über großen Hass und die traurige Geschichte der Indianer. Aber gerade das macht das Buch so spannend und abwechslungsreich. Nun ja, fast 700 Seiten wollen sinnvoll genutzt sein und das hat der Autor auf alle Fälle super hinbekommen. Also wer das Buch lesen möchte, sollte sich etwas Zeit dafür nehmen.

Wer vom "Medicus"  begeistert war, wird auch diese Fortsetzung lieben!

 

"Fahrenheit 451"
von Ray Bradbury
Roman

In Ray Bradburys erschreckender Zukunftsvision Fahrenheit 451 löscht die Feuerwehr keine Feuer, sondern zündet sie an, um Bücher zu verbrennen. In Bradburys anschaulich dargestellter Gesellschaft gilt Zufriedenheit als das höchste aller Ziele. Triviale Informationen sind gut, Wissen und Ideen schlecht. Feuerwehrhauptmann Beatty erklärt dies folgendermaßen:

Lasst die Leute Wettbewerbe austragen, in denen sie sich, um zu gewinnen, an den Text beliebter Lieder erinnern müssen... Sie sollen sich nicht mit heiklen Dingen wie Philosophie und Soziologie beschäftigen. Davon werden sie nur melancholisch.

Guy Montag ist ein Bücher verbrennender Feuerwehrmann, der gerade eine Überzeugungskrise durchmacht. Seine Frau verbringt den ganzen Tag mit ihrer Fernseh-"Familie" und drängt Montag, härter zu arbeiten, damit sie sich eine vierte Fernsehwand leisten können. Ihr langweiliges, unerfülltes Leben steht im scharfen Kontrast zum Leben ihrer Nachbarin Clarisse -- einer jungen Frau, die von den Ideen in Büchern fasziniert ist und sich weit mehr für das interessiert, was in der Welt um sie herum vorgeht, als für das belanglose Geschwätz im Fernsehen. Als Clarisse auf mysteriöse Weise verschwindet, verursacht das eine Veränderung in Montag: Er beginnt, bei sich zu Hause Bücher zu verstecken. Als ihn seine Frau denunziert, muss er die Bücher im geheimen Versteck verbrennen. Es gelingt ihm zu fliehen und sich einer Verhaftung zu entziehen.

Eine erschreckende Vorstellung und eine geniale Lösung - aber lest selbst. Das Buch hat zwar nur magere 186 Seiten aber ist umso fesselnder geschrieben.

Meine Wertung: unbedingt lesen!

 

"Echo einer Winternacht"
von Val Mc Dermid
Krimi

16. Dezember 1978, eine eisige Winternacht. In dem schottischen Universitätsstädtchen St. Andrews machen vier Studenten auf dem alten keltischen Friedhof eine grausige Entdeckung: Im heftigen Schneetreiben stoßen Alex Gilbey und seine Freunde auf den blutüberströmten Körper der jungen Rosemary Duff. Jede Hilfe kommt zu spät. Die Studenten geraten unter Verdacht, auch wenn die Polizei ihnen nichts nachweisen kann.

Fünfundzwanzig Jahre später rollt die Polizei ungelöste Mordfälle wieder auf. Auch den Fall Rosemary Duff. Und es scheint jemanden zu geben, der seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit hat: Einer der vier Freunde von damals kommt auf mysteriöse Weise beim Brand seines Hauses ums Leben, kurz darauf ein zweiter. Alex Gilbey wird den Gedanken nicht mehr los, dass es Racheakte waren. Er muss herausfinden, wer es auf das Quartett abgesehen hat, bevor er selbst das nächste Opfer wird…..  (Klappentext)

Ich habe mich mit diesem Buch etwas schwer getan aber nachdem die ersten zweihundert Seiten geschafft waren, kam langsam Spannung auf, die sich dann mit und mit steigerte. Man könnte sagen, mit dem ersten Toten kommt der Roman in Schwung, bis man ihn nachher nicht mehr aus der Hand legen kann weil man die Lösung erfahren möchte. Diese ist dann auch eher unerwartet, der Leser wird auf eine falsche Fährte gelockt und …….na, mehr möchte ich jetzt nicht verraten, lest selbst.

 

"Die Chemie des Todes"

von Simon Beckett
Thriller

 

Ich hatte keine genaue Vorstellung von diesem Roman aber kurz nach den ersten Seiten dachte ich mir “Oh Gott, was ist das?” Also eins sag ich euch, für zarte Gemüter ist das nichts! Jedenfalls weiß ich nun Einiges mehr über die Verwesung von Leichen, die Entwicklungsstadien von Maden (grins, übrigens seeehr interessant) und über die Arbeit eines Anthropologen (vorher wusste ich nicht mal, was das überhaupt ist).

Insgesamt war das Buch spannend und ich habe es gerne gelesen, neugierig wie es weitergeht und so sollte es bei einem guten Buch ja auch sein. Der Leser wird bis kurz vor Schluss in Unklaren gelassen, wer denn nun der Bösewicht ist und – ehrlich gesagt – hätte ich bezüglich der Lösung an alles und jeden gedacht, aber die Idee, wie es dann schlussendlich ausging, wäre mir im Leben nicht gekommen.

Im Klappentext steht “Ein ungemein spannender Roman für heiße Sommertage, wenn rundum Fliegen surren und ein leichter Modergeruch in der Luft liegt” – Wer also sowas mag, Buch kaufen und sich  einspannen lassen von einer wirklich unheimlichen, dramatischen Geschichte.