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Schnee, Schnee,
Schnee kam angeflogen.
Hat die Erde überzogen,
dicht an dicht mit feinem Schleier
wie zu einer Hochzeitsfeier.
Gab den Zäunen weiße Mützen,
blieb auch auf dem Brunnen sitzen.
Deckt im Garten Stuhl und Tisch
und verhüllte das Gebüsch.
Hat den Rosenstock versteckt
und das Vogelhaus bedeckt.
Flocken tanzten viele Stunden
auf dem Teich verträumte Runden.
Sacht entfärbt die Stille Pracht
sich in sternenklarer Nacht.
Und der Mond steht und erschaut
eine schöne, bleiche Braut.
~
Angelika Donant ~

Im Tale sind die
Blumen nun verblüht
Und auf den Bergen liegt der erste Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
In Eis verwandelt ist der blaue See.
Wie würde mir
mein Herz in Einsamkeit
Und in des Winters Kälte angstvoll gehen,
Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit
Nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn.
Es leuchtet fern
und sanft aus einem Land,
Das einstens voll von solchen Lichtern war,
Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand
Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.
Verändert hat die
Welt sich hundertmal
In Auf und Ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt!
Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual
Leuchtet es hell und schön: Es ist Advent!
(Hilde Fürstenberg)


Bleib einmal
stehn und haste nicht
und schau das kleine stille Licht.
Hab einmal Zeit für dich allein
zum reinen Unbekümmert sein.
Lass deine
Sinne einmal ruhn
und hab den Mut zum gar nichts tun.
Lass diese
wilde Welt sich drehn
und hab das Herz, sie nicht zu sehn.
Sei wieder
Mensch und wieder Kind
und spür wie Kinder glücklich sind.
Dann bist von
aller Hast getrennt,
du auf dem Weg hin zum Advent.
Phil Bosmans


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